Zahlreiche Gäste feierten die Eröffnung in der historischen Villa Kieserling.
Die Bergische Unternehmerlounge ist der neue Treffpunkt für Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region. Die historische Villa Kieserling in Solingen bietet künftig Raum für Austausch, Vernetzung und Veranstaltungen.
Vernetzung als Grundlage einer starken Wirtschaftsregion
Wo Akteure aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammenkommen, entstehen neue Ideen, Innovationen und tragfähige Lösungen für die Herausforderungen von heute und morgen. Mit der Eröffnung der Bergischen Unternehmerlounge in der Villa Kieserling am 9. Juli 2026 schafft die VBU dafür einen neuen Ort.
Rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kamen zur Eröffnung in der historischen Villa Kieserling zusammen. Neben Solingens Oberbürgermeister Daniel Flemm nahm auch Paul Frederik Höller, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, teil. Vertreter regionaler Netzwerke und Institutionen begleiteten den Auftakt und unterstrichen die Bedeutung der Unternehmerlounge für die wirtschaftliche Entwicklung des Bergischen Landes.
Ein traditionsreicher Ort mit neuer Aufgabe
Die Villa Kieserling hat sich im Laufe ihrer Geschichte immer wieder gewandelt. Das 1929 als Wohnhaus der Unternehmerfamilie Kieserling errichtete Gebäude erfüllte im Laufe der Jahrzehnte unterschiedlichste Aufgaben, unter anderem als Unterkunft für Geflüchtete, als Sitz des Amtsgerichts Solingen und als Standort des Werkarztzentrums Solingen. Mit der Unternehmerlounge knüpft die Villa nun wieder an ihre unternehmerischen Wurzeln an.
In ihrer Begrüßung machte die VBU-Vorstandsvorsitzende Vera Bökenbrink deutlich, welche Rolle die Unternehmerlounge künftig einnehmen soll: „Wir sind als VBU ein großes Netzwerk. Das macht unsere Region aus – wir sind das Bergische. Mit der Bergischen Unternehmerlounge schaffen wir einen Ort, an dem dieses Netzwerk lebendig wird. Hier kommen Menschen zusammen, entwickeln neue Ideen und sprechen auch über die Themen, die nicht immer so einfach sind.“
Sie dankte zugleich den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mit ihrem Engagement zur Modernisierung der Villa beigetragen haben, und lud die Gäste ein, die neuen Räume mit Leben zu füllen und für Begegnung und Austausch zu nutzen.
Unternehmerlounge setzt Signal für die Zukunft
Oberbürgermeister Daniel Flemm betonte, die Villa zeige beispielhaft, wie sich Tradition und Moderne verbinden lassen. Mit der Unternehmerlounge erhalte das historische Gebäude eine neue Aufgabe und setze zugleich ein wichtiges Signal für die Zukunft des Bergischen Landes.
Staatssekretär Paul Frederik Höller hob hervor, dass Innovation Orte der Begegnung brauche. Gerade in herausfordernden Zeiten entstünden neue Ideen dort, wo Menschen zusammenkämen und gemeinsam Lösungen entwickelten. Die Unternehmerlounge könne hierfür einen wichtigen Beitrag leisten.
Netzwerkpartner sehen großes Potenzial
Im Anschluss diskutierten Vertreter regionaler Netzwerkpartner über die Chancen der Unternehmerlounge. Stephan Alexander Vogelskamp, Geschäftsführer der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft, brachte den Gedanken auf den Punkt: „Die Leute im Bergischen reden nicht, die machen. Wir brauchen für das Unternehmertum wieder Orte, wo wir machen und uns treffen können.“
Auch Vertreter des Maschinenbaunetzwerks Bergisches Land, der Bergischen Universität Wuppertal und des Industrieverbands Schneid- und Haushaltswaren hoben hervor, dass die Unternehmerlounge die Zusammenarbeit von Unternehmen, Wissenschaft und Verbänden stärken und Impulse für Innovationen, Gründungen und neue Kooperationen geben könne.
Johannes Pöttering, Hauptgeschäftsführer von unternehmer nrw, unterstrich, dass erfolgreiche Verbandsarbeit vor allem von ihrer Bindungskraft lebe. Entscheidend sei, Unternehmen miteinander zu vernetzen, den Dialog zu fördern und Gemeinschaft vor Ort zu stiften. Die Unternehmerlounge setze dafür ein starkes Zeichen und sei zugleich ein Bekenntnis zur regionalen Vielfalt und wirtschaftlichen Stärke des Bergischen Landes.
Fotos: Ahmann & Schlieker GbR









