Von links nach rechts: Isabelle Körner (Moderatorin), Michael Vassiliadis (Vorsitzender der IG BCE), Katja Scharpwinkel (Präsidentin des Bundesarbeitgeberverbands Chemie, BAVC) und Wolfgang Kubicki (stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP).
Welche Weichen braucht die Chemieindustrie für eine erfolgreiche Zukunft? Beim Chemie-Arbeitgebertag 2026 standen die wirtschaftspolitischen Herausforderungen und Perspektiven der Branche im Mittelpunkt.
Beim Chemie-Arbeitgebertag 2026 (#CAT26) in Berlin haben die Chemie-Arbeitgeber die Bundesregierung zu raschen Reformen aufgefordert. BAVC-Präsidentin Katja Scharpwinkel machte deutlich: Deutschland braucht bessere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen.
Zu den zentralen Forderungen zählen Reformen der Sozialversicherungssysteme, ein modernes Arbeitszeitrecht und der Abbau bürokratischer Hürden. Auch Investitionen in Deutschland müssen wieder attraktiver werden.
Die Lage der Chemieindustrie bleibt angespannt: Seit Anfang 2022 hat die Branche rund ein Sechstel ihrer Produktion verloren. Schwache Nachfrage, hohe Kosten und zunehmender internationaler Wettbewerb setzen die Unternehmen unter Druck. Damit geraten auch Arbeitsplätze und industrielle Wertschöpfungsketten in Gefahr. Denn die Chemie- und Pharmaindustrie ist eine wichtige Grundlage für zahlreiche andere Industriezweige und deren Innovationsfähigkeit.
Für die regionalen Betriebe der Chemie-, Pharma-, Kautschuk- und Kunststoffindustrie sind verlässliche Rahmenbedingungen und wettbewerbsfähige Standortbedingungen entscheidend, um Investitionen und Beschäftigung langfristig zu sichern.
Foto: BAVC


