(v. l. n. r.) André Bovenkamp, Jan-Peter Coblenz, Sven Wolf, Daniel Flemm, Miriam Scherff, Dr. Uwe Kirchhoff, Vera Bökenbrink und Michael Schwunk
Bei der gemeinsamen Mitgliederversammlung von Industrie und Großhandel diskutierten Unternehmen, Politik und regionale Akteure in Wuppertal über die Zukunft des Bergischen Städtedreiecks.
Die wirtschaftliche Stärke des Bergischen Städtedreiecks lebt von enger Vernetzung: Wuppertal, Solingen und Remscheid sind geografisch verbunden und teilen zudem industrielle Wurzeln, Innovationskraft und Infrastruktur. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen wird deutlich, wie wichtig ihre Zusammenarbeit für die Zukunftsfähigkeit der Region ist.
Welche Voraussetzungen es braucht, um diese Stärken zu sichern und weiterzuentwickeln, stand am 28. Mai 2026 im Mittelpunkt der gemeinsamen Mitgliederversammlung des Bergischen Arbeitgeberverbandes der Metallindustrie e.V. und des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbands Großhandel-Außenhandel-Dienstleistung Bergisch Land e.V. Rund 120 Gäste aus Wirtschaft, Politik und weiteren regionalen Institutionen folgten der Einladung in die Räumlichkeiten der VBU in Wuppertal.
Klartext mit der Politik: Wirtschaft trifft Oberbürgermeisterin und Oberbürgermeister
Der direkte Dialog zwischen Unternehmen und Politik ist ein entscheidender Faktor für die Weiterentwicklung der Region. Schwerpunkt der Veranstaltung war daher der Austausch zwischen Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (Wuppertal), Oberbürgermeister Daniel Flemm (Solingen) und Oberbürgermeister Sven Wolf (Remscheid) und Vertreterinnen und Vertretern der regionalen Wirtschaft in den Räumlichkeiten der VBU.
Im Mittelpunkt standen zentrale Themen wie die interkommunale Flächenentwicklung, schnellere und verlässlichere Verwaltungsprozesse sowie ein abgestimmtes Standortmarketing. Auch die Fachkräftesicherung sowie die Attraktivität der Region als Arbeits- und Lebensstandort spielten eine zentrale Rolle.
Der offene Dialog machte deutlich: Die Herausforderungen sind komplex, aber die Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist groß. Die wichtigsten Positionen der Städte und weitere Eindrücke von der Veranstaltung erhalten Sie in unserem Videorückblick:
Vom Reden ins Handeln kommen – Was ist zu tun?
„Viele Zukunftsfragen können nur gemeinsam angegangen werden. Entscheidend ist jetzt, dass aus dem Austausch auch konkrete Schritte für den Wirtschaftsstandort folgen“, erklärte Jan Peter Coblenz, Vorsitzender des Großhandelsverbands.
„Die Unternehmen erwarten jetzt Tempo“, ergänzte Vera Bökenbrink, stellvertretende Vorsitzende des Metallverbandes. „Wenn wir Wettbewerbsfähigkeit, Fachkräfte und industrielle Stärke in der Region langfristig sichern wollen, braucht es eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Kommunen und Bildungseinrichtungen.“
Aktuelles aus dem Verband
Im Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen Bergisch Land e.V. bestätigten die Mitglieder Jan Peter Coblenz, Dr. Frank A. Trotz und Christina Victoria Kaut-Antos in ihren Funktionen.
Neben dem politischen Austausch rückten auch interne Verbandsthemen in den Mittelpunkt. Diskutiert wurden unter anderem die laufende Tarifrunde sowie Fragen der Ausbildung und Fachkräftesicherung. Besonderes Augenmerk lag dabei auf den aktuellen Entwicklungen rund um den Bergischen Bildungscampus.
Ein besonderer Moment der Veranstaltung war die Verabschiedung von Michael Vitz, der sich über viele Jahre hinweg ehrenamtlich engagiert hat. Von 2020 bis 2025 war er Vorsitzender des Metallverbandes und hat in dieser Zeit zentrale Projekte maßgeblich vorangetrieben – darunter die Fusion der Metallverbände in Wuppertal und Solingen sowie den Aufbau des Bergischen Bildungscampus.
Gemeinsam stärker: Das Bergische Städtedreieck als Zukunftsmodell
Zum Abschluss der Veranstaltung präsentierten sich regionale Start-ups; Darunter die Künstlerin Aylin Bönneken sowie das Unternehmen Fair-Up. Aylin Bönneken stellte dabei ihre europaweit erste brandfest zertifizierte Leinwand vor. Fair-Up präsentierte digitale Lösungen für die moderne Organisation von Karrieremessen. Sie stehen beispielhaft für die Kreativität, Innovationskraft und unternehmerische Dynamik der Region.
Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Orchesterakademie der Bergischen Symphoniker.
Das Bergische Städtedreieck bringt zahlreiche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft mit: eine starke industrielle Basis, engagierte Unternehmen und innovative Ideen. Entscheidend wird jedoch sein, wie gut das Zusammenspiel zwischen den Städten, der Wirtschaft und der Politik gelingt und die diskutierten Vorhaben in konkrete Maßnahmen zu überführen.
Noch mehr Eindrücke zur Mitgliederversammlung finden Sie in unserer Fotostrecke.









