Mit einer knapp zweistündigen Tarifverhandlung in Düsseldorf ist die Tarifrunde 2026 für den Groß- und Außenhandel Nordrhein-Westfalen am 17. April 2026 gestartet. Die Tarifgemeinschaft des Groß- und Außenhandels NRW verhandelte unter Leitung ihres Vorsitzenden, Herrn Volker Schlinge. Für die Gewerkschaft ver.di führte die Fachbereichsleiterin, Henrike Eickholt, die Verhandlungen.
Im Einzelnen:
Zunächst erläuterte die Gewerkschaft ver.di ihre Forderungen, die sie bereits vorab gegenüber den Arbeitgebern angemeldet hatte. Die Forderung lautet weiterhin:
- Erhöhung der Löhne und Gehälter um 7 %, mindestens aber 250 €
- Laufzeit: 12 Monate
Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 €.
Für die Arbeitgeber im Groß- und Außenhandel beschrieb sodann Herr Schlinge nachhaltig die sehr angespannte Situation in den Betrieben. Seit 2019 habe es in der Gesamtwirtschaft kein Wachstum gegeben, die letzten drei Jahre seien eine andauernde wirtschaftliche Krise. Im Großhandel gebe es seit Jahren kein reales Umsatzwachstum. Die Reserven in den Unternehmen seien aufgebraucht. Das sehe man deutlich an den steigenden Insolvenzzahlen und dem realen Beschäftigungsabbau. Für die Zukunft sei keine Entspannung der Lage erkennbar, weder international noch durch echte Entlastungen der Wirtschaft auf politischer Ebene. Die volkswirtschaftliche Argumentation von ver.di zur Höhe der Forderung sei nicht nachvollziehbar, da sie die Leistungsfähigkeit der Unternehmen verkenne und den Ernst der wirtschaftlichen Lage ignoriere. Die schwierige wirtschaftliche Situation der Branche stellte für die Arbeitgeber sodann detailliert Frau Röder/BGA dar.
Die Verhandlungen wurden auf den 18. Mai 2025 in Düsseldorf vertagt.


