Rund 70.000 Studierende ohne (Fach‑)Abitur nutzen inzwischen den beruflichen Hochschulzugang; ihr Anteil liegt stabil bei rund 2,4 %, mit zuletzt leicht steigenden Anfänger- und Absolventenzahlen.
Arbeitgeber brauchen Daten, um moderne Bildungs- und Personalstrategien zu sichern: Das Centrum für Hochschulentwicklung hat neue Zahlen zum Studium ohne allgemeine Hochschul- oder Fachhochschulreife vorgelegt. Die empirische Analyse „Studieren ohne Abitur 2026. Daten-Analyse für Bund und Länder“ bezieht sich auf das Jahr 2024.
Zentrale Befunde
- Rund 70.000 Studierende nutzen inzwischen den beruflichen Hochschulzugang – das sind 2,4 % aller Studierenden in Deutschland. Der prozentuale Wert ist seit mehreren Jahren konstant.
- Der Anteil der Studienanfängerinnen und -anfänger ohne Abitur ist leicht auf 2,7 % gestiegen (13.073 Personen). Der Frauenanteil liegt bei 52,9 %.
- Fast flächendeckende Verbreitung: An 93 Prozent der deutschen Hochschulen sind Studierende ohne (Fach-)Abitur immatrikuliert. Spitzenreiterin ist die FernUniversität in Hagen mit über 1.100 Studienanfängerinnen und -anfängern.
- Besonders positiv im Sinne der Durchlässigkeit: Immer mehr beruflich Qualifizierte schließen ihr Studium erfolgreich ab. 2024 waren es 10.270 Absolventinnen und Absolventen – das entspricht erstmals 2 % aller Hochschulabschlüsse. Seit der bundesweiten Öffnung im Jahr 2009 haben 104.941 beruflich Qualifizierte ohne Abitur einen Bachelor- oder Masterabschluss erworben. Das Studium ohne Abitur stärkt damit die Durchlässigkeit im Bildungssystem und das lebenslange Lernen.
- NRW ist im Vergleich zu anderen Ländern in der Zahl der Studienanfänger auf Platz 6, in der Zahl der Studierenden auf Platz 9 und in der Zahl der Absolventen auf Platz 10. Aktueller Trend: Anstieg bei den Erstsemestern und Absolventen ohne (Fach-)Abitur.
Mitgliedsunternehmen können nähere Informationen und die vollständige Statistik dem A-Rundschreiben zum gleichen Thema entnehmen, das im ArbeitgeberNet unter „A-Rundschreiben“ und dort unter „Aktuelles“ gespeichert ist.


