„Kiffen für die Kreislaufwirtschaft“ – statt Stoff gibt’s Stoff!

Am Ostermontag 2024 tritt die weitgehende Cannabis-Legalisierung in Kraft. Gesamtverband textil+mode feiert die Neuregelung als Booster für die deutsche Textilindustrie.

Hauptgeschäftsführer Mazura: „Die Wunderfaser Hanf wird der Branche Flügel verleihen: mit männlichen Cannabispflanzen werden wir uns ganz neue Märkte erschließen“.

Berlin: Die heißt diskutierte Cannabis-Legalisierung, die an diesen Ostermontag in Kraft tritt, stößt bei der deutschen Textil- und Modeindustrie auf nahezu ungebremste Osterfreude.

Wie mehrere textile Forschungsinstitute bestätigen, wird der nun in Deutschland einsetzende Boom beim Hanfanbau ungeahnte wirtschaftliche Potenziale für die Branche freisetzen. Denn, was kaum jemand weiß: Rauschwirkung lässt sich nur mit weiblichen Cannabisblüten erzielen, männliche Cannabispflanzen sind deshalb weniger für den medizinischen Konsum geeignet als für die Herstellung von Textilien.

Hier sieht die Branche ungeahnte Potenziale, wie der in Berlin ansässige Gesamtverband textil+mode vor dem Osterwochenende in einschlägigen Branchenmedien verlautbaren ließ. Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Mazura: „Es ist davon auszugehen ist, dass die breite Masse der Cannabis-Nutzerinnen und Nutzer noch keine Erfahrung bei der Züchtung männlicher und weiblicher Pflanzen hat. Deshalb haben wir uns bei textil+mode entschieden, ein bisher einzigartiges Rücknahmesystem als Pilotprojekt anzubieten. An jedem ersten Montag des Monats stellen wir vor dem Bundesgesundheitsministerium in Berlin eine Sammelbox auf, in der für den Rausch unnütze männliche Cannabis-Pflanzen zur weiteren Verwertung in der Textilindustrie gespendet werden können. Damit leisten wir einen weiteren Beitrag zu einer umfassenden Kreislaufwirtschaft und sind in der Lage, der Hanf-Herstellung in Deutschland ganz neue Flügel zu verleihen.“

Hanf war in Deutschland früher das bevorzugte Material bei der Herstellung von Textilien. Hanffasern sind reißfester und haltbarer als Baumwolle. Leider wurde der Hanfanbau in den vergangenen Jahrzehnten stark limitiert, da Cannabis als Droge eingestuft war. Doch damit ist es jetzt weitgehend vorbei.

Hauptgeschäftsführer Mazura: „Neue Zeiten erfordern neue Problemlösungen. Und da ist die Umstellung der deutschen Textilindustrie auf männliche Hanffasern ein perfektes Nebenprodukt der Cannabis-Legalisierung. Kiffen für die Kreislaufwirtschaft. Wer hätte gedacht, dass die Ampel noch auf so geniale Ideen kommt!“