Lohnstückkosten: Anstieg ohne Ende

Das Ungleichgewicht wächst: Die Entwicklung von Umsatz und Entgelten pro Kopf läuft immer weiter auseinander und kostet die Chemie- und Pharmaunternehmen in Deutschland zunehmend Wettbewerbsfähigkeit. Während die Arbeitsproduktivität – gemessen am Umsatz je Beschäftigten – trotz eines leichten Beschäftigungsabbaus in der Chemie von 2018 bis Mitte 2025 stagniert, haben sich die Entgelte je Beschäftigten im gleichen Zeitraum um rund 20 Prozent erhöht. Weil sich die Entgelte derart von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt haben, ist die Marschrichtung für die Tarifrunde #Chemie26 klar: Die Unternehmen brauchen jetzt eine tarifpolitische Atempause, um Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen und sich so gut wie möglich neu aufzustellen.